Australien

Wahnsinn! Endlich ist es so weit!

Am 31. Januar 2015 um 12 Uhr startete mein Flugzeug über Kuala Lumpur nach Melbourne. Unfassbar viele Eindrücke prasselten in den letzten Tagen auf mich ein und es ist einfach unendlich schön hier zu sein. Mit diesen Fotos möchte ich euch gerne an dem einen oder anderen Augenblick unserer Reise teilhaben lassen.

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63 Tage, 4316 Bilder und 14362 Autokilometer später sind wir nun wieder in Deutschland angekommen. Es war eine unbeschreiblich schöne, aufregende Zeit, die ich so schnell wohl nicht vergessen werde. Das eine oder andere Bild hängt mittlerweile groß ausgedruckt an der Wand und erinnert täglich an die wundervolle Zeit die wir Down Under verbringen durften.

 

Nach guten 22 Stunden Flugzeit hatte ich endlich australischen Boden unter den Füßen. Dieses Gefühl nun auf einem völlig anderen Kontinent zu stehen wirkte irgendwie total irreal. Neben den hohen Temperaturen waren es vor allem die unbekannten Vogelgeräusche die mir klar machten, dass ich nun tatsächlich da war. Das ist also Australien.

Ich war der festen Ansicht, dass sich das Fliegen für mich nun für die nächsten zwei Monate erstmal erledigt hatte. Umso überraschter war ich, als ich erfuhr, dass ich zwei Tage später schon wieder in den Flieger steigen sollte.

Unsere erste Etappe führte uns nach Tasmanien, wo wir mit einem Kleinwagen drei Tage lang die Insel erkundeten. Neben den ersten Linksverkehr-Erfahrungen sammelte ich mir hier direkt auch den ersten Sonnenbrand ein. Die australische Sonne ist in diesem Sinne einfach gnadenlos.



Wieder auf dem australischen Festland angekommen, führte uns unser Weg von Melbourne entlang der Küste bis nach Sydney. Unterwegs machten wir einen Zwischenstopp im wunderschönen Wilsons Promontory National Park.

Sydney offenbarte sich uns als eine sehr vielfältige, und grüne Stadt mit vielen Parkanlagen, die immer wieder zum entspannen mitten in der Großstadt einladen. Nach einigen Tagen in der Stadt zog es uns dann aber schnell wieder in die Natur. Bevor wir unsere Route an der Küste fortsetzten, machten wir uns auf den Weg in die Blue Mountains.

Unsere Wanderung an den Wentworth-Falls begann an einem stark vernebelten Vormittag. Trotz nicht vorhandener Aussicht wollten wir es uns aber nicht nehmen lassen eine kleine Runde zu wandern. Am ersten Aussichtspunkt angelangt hatten wir freie Sicht auf eine gigantische, weiße Nebelwand...

Als sich aber plötzlich innerhalb weniger Minuten der gesamte Nebel auflöste, waren wir umso begeisterter von der Schönheit die sich uns bot. Wir blickten direkt in eine Landschaft mit riesigen Felsformationen und einem Wasserfall. Das nenne ich mal eine Überraschung.






Entlang der Küstenstraße ging es für uns mit einem Zwischenstopp in Byron Bay weiter bis nach Brisbane wo wir ein paar nette Stunden mit Freunden aus Aachen verbrachten. Manchmal muss man für solche Momente eben auch einmal ans andere Ende der Welt reisen.

Von Brisbane aus fuhren wir weiter bis nach Rainbow Beach von wo aus wir mit der Fähre nach Fraser Island übersetzten, um unserem Allrad-zu Hause auf den Sandpisten ein bisschen Auslauf zu gewähren. Der östliche Strand der Insel ist die offizielle Hauptstraße. Geteerte Straßen sucht man dagegen auf der Insel vergeblich.



Mit einem viertägigen Segelausflug stand für uns schon bald das nächste Highlight auf dem Plan. Am Hafen von Airlie Beach ließen wir unseren Prado schweren Herzens für die nächsten Tage zurück und gingen an Bord der Anaconda III. Mit einer Wahnsinnscrew und wunderbaren Leuten an Bord genossen wir die Zeit in vollen Zügen. Die Whitsundays offenbarten sich uns als bisher nicht bekanntes Paradies und unsere Ausflüge in die Unterwasserwelt wurden für uns zum unvergesslichen Erlebnis.


Nach guten fünf Wochen an der Ostküste wurde es nun vorerst Zeit abschied von der Küste zu nehmen. Da wir Melbourne als Start und Ziel unserer Reise gewählt hatten, wurde es langsam Zeit sich auf den Rückweg zu machen. Mit über 5000km innerhalb von 9 Tagen stand nun unsere Outbacktour vor der Tür. Unser Ziel war es von Townsville bis Adelaide zu fahren, und dabei auch einmal Australiens Niemandsland kennenzulernen. Die erste Etappe führte uns bis Mount Isa, der größten Stadt der Welt! Allerdings nur Flächenmäßig, denn mit guten 20.000 Einwohnern ist sie nichtmal annähernd mit dem Wort "Großstadt" zu beschreiben. Von Mount Isa ging es weiter zu den Devils Marbles, eine Felsformation, die wirklich mitten im Nichts liegt. Der nächtliche Sternenhimmel bei Neumond war einfach überwältigend. Es ist mir nicht möglich, dieses Gefühl hier mit Worten zu beschreiben. Wenn man vom Outback hört, hat man immer dieses Bild von roter Erde und einem weitem nichts im Kopf. Mehr gibt es auch nicht. Außer vielleicht das eine oder andere tote Rind am Straßenrand und tausende Fliegen, die sich auf einen stürzen, sobald man die Autotür aufmacht. 

Kurz hinter Alice Springs, auf einer Schottenpiste auf dem Weg zum Uluru, hatten wir mitten im Nichts (wo auch sonst) unseren ersten Platten. Bei über 40°C und gnadenlos strahlender Sonne macht das Reifenwechseln mit 2000 Fliegen im Gesicht besonders viel Spaß. Wieder einmal, und gerade in dieser Situation, ist mir die unglaubliche Hilfsbereitschaft aufgefallen, die wir in ganz Australien immer wieder erleben durften. Die zwei Autos, die während unserer Panne an uns vorbeikamen hielten an und fragten ganz selbstverständlich, ob sie uns irgendwie helfen können und ob wir genug Wasser, Essen und einen Ersatzreifen dabei haben. Es ist ein sehr beruhigendes Gefühl zu wissen, dass man sich hier auf andere verlassen kann, denn bis zum nächsten Ort, wo man mit seinem Handy auch Empfang hat, sind es häufig mehrere hundert Kilometer.

Ca. 120 km vor Ulara mussten wir erneut eine Zwangspause einlegen. Unser Kühler hatte aufgrund eines defekten Ventils immer wieder das große Bedürfnis Unmengen an Kühlwasser auszuspucken. Unsere Reise bis zum Uluru setzten wir demnach im Fahrerhaus eines Abschleppwagens fort. Trotz kaputtem Auto war auch das ein ganz besonderes Erlebnis. Wann bekommt man sonst schonmal vom Abschleppwagenführer eine Privatführung durchs Outback und wird direkt auf dem Campingplatz abgesetzt? Vielen Dank dafür Tony!




Nach unserem Outback-Abenteuer machten wir uns Von Adelaide wieder auf den Weg nach Melbourne. Mit der Great Ocean Road hatten wir einen weiteren sehr schönen Abschnitt vor uns. Nach den hohen Temperaturen im Inland waren wir überrascht, wie kalt es mittlerweile im Süden geworden war. Das Thermometer zeigte nur mit viel Mühe Temperaturen mit einer maximalen Obergrenze von 20° an, sodass wir an der stürmischen Küste erstmals sogar Jacken und Pullover auspackten.

Die letzten Tage verbrachten wir in der in der wunderschönen Stadt Melbourne, bevor es letztendlich schweren Herzens, aber auch mit Vorfreude auf Freunde und Familie wieder zurück nach Deutschland ging.